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Neuigkeiten im Verein


Auserwählt

Auszeichnung - Familie in Berlin

Die Bruno-H.Bürgel-Sternwarte wurde von der Redaktion tip Berlin / ZITTY auserwählt.
Wir zählen zu den wichtigsten Adressen für Familien in unserem Bezirk. Dafür haben wir
einen Aufkleber "Ausgezeichnet - Familie in Berlin" erhalten und im Eingangsbereich,
unserer Sternwarte, gut sichtbar platziert. Hier noch der Link, zu -Familie in Berlin-
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Neues Teleskop für die Sternwarte

Als Ersatz für den 6" Frauenhofer Refraktor auf dem 61 cm Spiegelteleskop hat der Verein einen 152 mm ED- APO Refraktor
von Meade angeschafft. Das Gerät soll im Frühjahr als Sucher / bzw. Leitrohr montiert werden.


Radioastronomie mit einer Offsetantenne (Satellitenschüssel)- Teil 3

Neubeginn und Zielstellung

Die Auswertung der bisherigen Ergebnisse hatte uns gezeigt, daß die bisher erreichte Genauigkeit für anspruchsvolle und
wiederholbare Messungen nicht ausreicht. Da die vorhandene Konstruktion prinzipbedingte Mängel aufweist die nur schwer
zu beheben sind, haben wir uns entschieden noch einmal von vorn zu beginnen und die Teleskophardware komplett neu zu
konstruieren. Wir haben uns das Ziel gesetzt eine Positioniergenauigkeit von 0,1 Grad zu erreichen. Auch für die
Steuerungssoftware wurde die Latte sprichwörtlich höhergelegt. Die Zahl der Messungen pro Sekunde wurde von 10 auf
mindestens 8000 erhöht.

Mobil-Variante

Neben dem Bau eines neuen ortsfesten Teleskops gab es immer wieder Überlegungen zu einer mobilen Version. Eine größere
Standardmontierung sollte durchaus in der Lage sein einen 1m-Offsetspiegel zu tragen. Um hierfür den Beweis zu erstellen,
hat sich Sternfreund Detlef bereit erklärt seine nagelneue AZ-EQ6 zur Verfügung zu stellen (Siehe Foto).

AZ-EQ6 mit Cas90

Neue Steuersoftware

Wie oben schon angesprochen, war es erforderlich die Steuersoftware komplett neu zu schreiben. Die neue Steuersoftware wurde
wieder komplett in LabVIEW 6.1 erstellt und ist mit dem aktuellen Versionsstand in der Lage per ASCOM-Anbindung kommerzielle
Montierungen wie die AZ-EQ6 anzusteuern. Zum Glück stellte sich heraus, dass hierfür der Celestron-ASCOM-Treiber genutzt
werden kann. Aber auch für die Ansteuerung einer Eigenbaumontierung ist die Software schon gewappnet. Nachfolgender Screendump
zeigt die Steuersoftware in der Entwicklungsumgebung inklusive einer Anbindung der Software Skychart (Cartes du Ciel) mit der die
Position astronomischer Zielobjekte berechnet und bei Meßvorgängen einbezogen werden kann.

Neue Steuersoftware Ceselstron Treiber für Ascom

Wie schon oben beschrieben, arbeiten wir auch an einer mobilen Variante eines Selbstbau-Radioteleskops. Basis der Mobilvariante
ist eine AZ-EQ6 Montierung eines Vereinsmitglieds. Eine selbstgebaute Halterung für einen 90cm-Offsetspiegel verbindet die
Montierung mit dem Empfangsspiegel. Am 6. März 2015 war ein wichtiger Meilenstein erreicht. Der Empfangsspiegel wurde mit der
Montierung "verheiratet". Die nächsten Schritte werden darin bestehen, die Laufeigenschaften des Konstrukts zu testen und mit der
Steuersoftware ein paar "Trocken-Scans" zu fahren. Sobald der Detektorverstärker zur Verarbeitung des LNB-Signals fertig ist,
werden wir uns an die frische Luft für das "First Light" wagen.

Halterung mit CAS90 Detektorverstärker

Kooperation mit Hildesheimer Gesellschaft für Astronomie

Zum Jahresende wurden wir von einem Sternfreund der HiGA (Hildesheimer Gesellschaft für Astronomie) in Bezug auf unsere neue
Steuersoftware kontaktiert. Sehr schnell konnten wir feststellen, dass es für beide Seiten von Vorteil sein wird den Kontakt aufrecht
zu erhalten und auszubauen. Denn es gibt einige Punkte in denen wir uns gegenseitig gut ergänzen und unterstützen können. Als
erstes Resultat der Zusammenarbeit wurde die neue Steuersoftware um ein Plugin erweitert, welches die Nutzung des
Radiometerbausatzes RAL10KIT des italienischen Anbieters RadioAstroLab (www.radioastrolab.com) ermöglicht.

Halterung mit CAS90

Erster Feldversuch

Nach wiederholten Trockentests in der Werkstatt unserer Sternwarte hat sich nach mehreren Wochen Wartezeit eine Gelegenheit
ergeben das mobile Radioteleskop unter freien Himmel aufzubauen. Am Freitag den 10. Juni 2016 bauten wir hinter der Sternwarte
die mobile Variante unseres Radioteleskops auf. Zum Einsatz kam folgende Hardware:
Skywatcher AZ-EQ6 Montierung
85cm Offset-Satellitenschüssel
4-fach LNB von Kathrein
Toshiba Notebook TECRA S10-117
Radiometer MicroRAL10.

Detlef beim Feldversuch am Messtisch

Das Ziel des ersten Feldversuchs bestand darin, die gesamte Hard- und Software wie bei den Inhouse-Trockentests zum Spielen
zu bekommen und natürlich ein paar Signale von außerhalb der Erdathtmosphäre aufzufangen. Bevor es aber richtig losgehen
konnte, mussten wir herausfinden warum das Radiometer andere Signale als bei den Trockentests lieferte. Die Lösung war eigentlich
simpel. Im Keller haben wir die ganze Zeit die Wärmestrahlung der Kellerwände empfangen. Unter freiem Himmel war die
Ausgangssituation natürlich eine andere. Konkret sah es so aus, dass das Radiometer, sofern die Antenne auf eine "kalte" Stelle am
Himmel gerichtet war, einen stabilen Wandlerwert von 214 lieferte. Im Gegensatz zum Keller gab es (zum Glück) keine Drifteffekte.
Die erste Himmelsabtastung war ein vertikaler XY-Scan zum Auffinden der geostationären Satelliten. Das erste Signal das wir zu sehen
bekamen, war aber kein Satellitensignal sondern das "Wärmebild" der Tanne, welche den linken Bereich des Scanbereichs einnahm.
Ab Scanbereich-Mitte stellten sich die viel stärkeren Signale der Satelliten ein. Im Satellitenbild, linkes Bild, wurde der Kontrast so
eingestellt, dass das Signal der Tanne zu erkennen ist.

Satellitenscan beim 1.Feldversuch

Da der Mond günstig stand, konnten wir nicht widerstehen eine Himmelsabtastung in diesem Bereich durchzuführen (RD-Scan).
Unter Ausnutzung der grössten Verstärkungsstufe des Radiometers gelang es uns ein Signal aufzufangen, dass den vorläufigen
Schluß zulässt, dass wir wirklich den Mond, rechtes Bild, "erwischt" haben.

Mondscan beim 1.Feldversuch Signal auf 8ter Scanzeile Signal auf 9ter Scanzeile

Alle 16 Scanzeilen


Radioastronomie mit einer Offsetantenne (Satellitenschüssel)- Teil 2

Geschaft!

Nach dem hinauf befördern der Antenne fing die Arbeit erst richtig an.
Bis alles an Ort und Stelle war verging die Zeit und manchmal auch die
Motivation. Aber wir haben es doch geschafft. Im Mai 2011 war es dann
so weit: Unsere erste Messung vom Himmel über der Sternwarte.

Ready for Take off Unser Messplatz Unser Messplatz

Unsere Messung von den Astrasatelitten

Das Bild zeigt unsere erste vorzeigbare Messung. Auf dem Bild sind die Astrasatelliten,
als helle Streifen gut zu erkennen. Dann ging leider der Elongationsmotor kaputt.
Nicht das der Motor eine schlechte Qualität hatte, nein, er war einfach zu alt. Der Motor
und die Satellitenschüssel standen einige Jahre im Keller der Sternwarte. Bis ein neuer
Motor installiert wurde und die Software umgeschrieben war verging einige Zeit.

Unsere neuste Messung von den Astrasatelliten

Dieses Bild zeigt die momentane, von der Software generierte und sichtbar gemachten,
empfangenen Daten der Antenne. Der Unterschied zum ersten empfangenen Bild ist, das
der Zwischenraum zwischen den Daten, mit den gleichen Daten aufgefüllt wird. So ensteht
der Eindruck eines Bildes, ohne den leeren Zwischenraum. Dieser entsteht ja durch eine 2°
Bewegung der Antenne in Azimut. Danke Dirk.!

Und so geht es weiter: 1)Neues Koaxkabel (Aircom Plus - eine Spende von Oliver Homberg), unser altes Kabel (RG232) hat auf 100m Länge eine Dämpfung von nahezu 100% !! Das Aircom Plus nur 22%.

2)Ein anderen Empfänger der empfindlicher ist als ein Satfinder und die Verstärkung des Empfängers nachvollziehbar ist.

3)Software Änderung um eine genauere Positionierung, der Antenne, in Azimut zu erreichen.

Wie es weiter geht steht im neuen Radioastronomie - Blog.
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Update = 04.08.2017
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